Stellungnahme vom 18.10.

„Am Montag dem 17.10. versammelten sich etwa 40 KurdInnen spontan am
Platz gegenüber des leipziger Hauptbahnhofs gegen 21:00. Der Grund für
die Versammlung war der nach wie vor andauernde Konflikt in den
kurdischen Gebieten, bei denen auch die deutsche Bundesregierung als
Partner des Nato-Staates Türkei eine Rolle spielt. Die türkische
Republik tritt hierbei als Urheber zur Unterdrückung der Bevölkerung
einer ganzen Region auf, während die deutsche Bundesregierung als
verlängerter Arm der türkischischen Regierung in Deutschland fungiert.
Dieser Gewalt sind in den 1990gern bereits rund 4.000 Ortschaften, rund
30.000 Menschenleben und hunderttausende Vertriebene verschuldet. Unter
Vorwand eines angeblichen Putsches durch den ehemaligen Partner des
türkischen Regierungs-Chefs Erdogan, den islamischen Prediger Gülen,
wurden vorallem linke oppositionelle und kurdische
zivilgesellschaftliche Organisation angegriffen.

Durch neuere Medienberichte über die Ereignisse in der Türkei kam es
daher zur spontanen Versammlung, um gegen die andauernde Beteiligung der
deutschen Bundesregierung zu protestieren. Nach etwa 15 Minuten, in der
u.a. eine Rede vorgetragen wurde, fielen aus einer Gruppe von 5
betrunkenen Personen auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes zu
Zurufen. Es kam zu einem kleinen Disput, zwischen zwei KurdInnen und
jenen 5 Personen aus dieser Gruppe, der allerdings ohne friedlich und
ohne weitere Komplikationen beendet wurde. Das ganze dauerte etwa 3
Minuten. Eine weitere Minute später trafen 3 Einsatzwagen der Polizei
an, wodurch das Treffen aufgelöst wurde.

Die Pressemittelung der Polizei Leipzig, auf den sich die LVZ am
Dienstag dem 18.10. beruft ist falsch. Es gab weder eine gewaltsame
Auseinandersetzung, noch sind die angegebenen Zahlen korrekt.“

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