Demoankündigung: Sa. 21.04. Freiheit für Afrin! Türkische Besatzer raus aus Afrin und Nordsyrien!

Demo: Freiheit für Afrin! Türkische Besatzer raus aus Afrin und Nordsyrien!
Sa. 21.04. 13 Uhr, Rabet, Leipzig

Am 21.04. findet Protest gegen die türkische Besatzung Afrins und Teilen Nordsyriens in Leipzig statt!

Die türkische Armee hat am 20. Januar begonnen völkerrechtswidrig und kolonialistisch Afrin anzugreifen, um eine Selbstorganisierung der kurdischen Gesellschaft jenseits von Nationalstaaten an der türkischen Landesgrenze zu zerschlagen.
Nach 8 Wochen erfolgreichen Widerstand der Selbstverteidigungseinheiten der YPG und YPJ gegen die türkische Armee, die 2. größte NATO Streitkraft wurde schließlich die Region besetzt.
Die Errungenschaft der kurdischen Gesellschaft in dieser Region Sicherheit und Demokratie über rund 6 Jahre andauernden Krieg in Syrien zu schützen und auch einen Ort der Sicherheit für Menschen aus anderen Teilen Syriens zu bieten, wurde damit in dieser Region nun verhindert.
Neben hunderten Toten verloren mehr als 150.000 Menschen alles und befinden sich seitdem auf der Flucht.
Rojava zu verteidigen bedeutet hier auch eine Perspektive für Frieden in ganz Syrien zu verteidigen!

Die Besatzung wurde auch mittels deutscher Waffen vollzogen und mit Geldern ermöglicht, die den islamistischen Verbündeten, welche als Partner bei der türkischen Kolonialverwaltung auftritt, durch die deutsche Bundesregierung gegeben wurden.
Förderungen von mehr als 5 Millionen Euro durch die Bundesregierung gingen bereits an den „Syrischen Nationalrat“.
Darüber hinaus unterstützte die deutsche Bundesregierung die Organisation „Weißhelme“ mit Millionenbeträgen. Die „Weißhelme“ treten als als ziviler Partner des „Syrischen Nationalrats“ auf und manifestieren durch ihre Arbeit die Besatzung Afrins.

Daher fordern wird:
Freiheit für Afrin und Nordsyrien!
Türkische Besatzer raus!
Ein Stopp für Waffen und Geld an die Besatzer!

Nachbetrachtung zur Aktion „Waffen für Erdogan“ mit Performance vom 31.03.

Nachbetrachtung zur Aktion „Waffen für Erdogan“ mit Performance vom 31.03.

Am Ostersamstag wurden ab 15 Uhr in der Leipziger Innenstadt in der Petersstraße mit einer Werkbank, diversem Werkzeug, einem großen „Waffen für Erdogan“-Schild und jeder Menge Holz, Waffen für Erdogans Morden in Afrin hergestellt. Die Aktion verweist zynisch auf die menschenfeindlichen Ereignisse und die deutsche „Patenschaft“ hierbei – noch über die ersten fünfeinhalb Wochen von Erdogans „Operation Olivenzweig“ hinweg, fanden deutsche Waffenlieferungen statt. Um über diese Verhältnisse und die Verklärung von Rojava im Allgemeinen ins Gespräch zu kommen, wurden alle Vorbeilaufenden eingeladen spontan mitzubauen und sich inhaltlich auseinanderzusetzen. Der polarisierende Titel der Aktion war dabei durchaus hilfreich, der Stand bekam stets Aufmerksamkeit.

Um 16 Uhr und 17.30 Uhr fanden dann die Performances statt, bei denen die gebauten Holzwaffen schließlich zum Einsatz kamen: Begleitet von Militärtrommeln wurde eine Gruppe von Opfern von einer Gruppe bewaffneter Soldaten durch die Straßen getrieben, bis hin zum Aktionsort in der Petersstraße. Dort fand inmitten des Ostertrubels die aufgereihte Erschiessung der Opfer statt. Doch nicht nur die Menschen wurden hingerichtet, mit ihnen auch die Werte und die Idee, für die Afrin und ganz Rojava stehen und welche die Opfer auf großen Schildern während der Performance symbolisch vor sich trugen.

Die Aktion „Waffen für Erdogan“ soll zur Aufklärung der Debatte beitragen und ein solidarisches Zeichen setzen – für Afrin und ganz Rojava!