Nachbetrachtung zur Aktion „Waffen für Erdogan“ mit Performance vom 31.03.

Nachbetrachtung zur Aktion „Waffen für Erdogan“ mit Performance vom 31.03.

Am Ostersamstag wurden ab 15 Uhr in der Leipziger Innenstadt in der Petersstraße mit einer Werkbank, diversem Werkzeug, einem großen „Waffen für Erdogan“-Schild und jeder Menge Holz, Waffen für Erdogans Morden in Afrin hergestellt. Die Aktion verweist zynisch auf die menschenfeindlichen Ereignisse und die deutsche „Patenschaft“ hierbei – noch über die ersten fünfeinhalb Wochen von Erdogans „Operation Olivenzweig“ hinweg, fanden deutsche Waffenlieferungen statt. Um über diese Verhältnisse und die Verklärung von Rojava im Allgemeinen ins Gespräch zu kommen, wurden alle Vorbeilaufenden eingeladen spontan mitzubauen und sich inhaltlich auseinanderzusetzen. Der polarisierende Titel der Aktion war dabei durchaus hilfreich, der Stand bekam stets Aufmerksamkeit.

Um 16 Uhr und 17.30 Uhr fanden dann die Performances statt, bei denen die gebauten Holzwaffen schließlich zum Einsatz kamen: Begleitet von Militärtrommeln wurde eine Gruppe von Opfern von einer Gruppe bewaffneter Soldaten durch die Straßen getrieben, bis hin zum Aktionsort in der Petersstraße. Dort fand inmitten des Ostertrubels die aufgereihte Erschiessung der Opfer statt. Doch nicht nur die Menschen wurden hingerichtet, mit ihnen auch die Werte und die Idee, für die Afrin und ganz Rojava stehen und welche die Opfer auf großen Schildern während der Performance symbolisch vor sich trugen.

Die Aktion „Waffen für Erdogan“ soll zur Aufklärung der Debatte beitragen und ein solidarisches Zeichen setzen – für Afrin und ganz Rojava!

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