No TDDZ! Aufruf: Alle am 1. Juni nach Chemnitz!

Alle zusammen gegen den Faschismus – Neonazis den Tag versauen!

Am 1. Juni wollen in Chemnitz wieder hunderte Faschisten*innen ihren sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“ (TDDZ) begehen. Wir als Internationalisten*innen rufen dazu auf sich dem entgegen zu stellen und den faschistischen Aufmarsch zu verhindern!

Nachdem der TDDZ 2014 in Dresden stattfand, ist dies nun der zweite geplante Aufmarsch der größten außerparlamentarischen Neonazi-Kampagne in Sachsen. Dass er in Chemnitz stattfindet, ist nicht verwunderlich, besitzt die einstige „Karl-Marx-Stadt“ doch eine der größten und am besten vernetzten Neonaziszenen der neuen Bundesländer. Dazu kommt, das die Bedeutung Chemnitz‘ für die Neonaziszene durch die rechten Ausschreitungen des letzten Herbstes und die Ausrufung zur „Frontstadt“ gestiegen ist. Dies sind zwar alles nur weitere Auswüchse des Rechtsrucks in Sachsen, allerdings bedeutet es nur, dass es ein konsequenteres antifaschistisches Auftreten erfordert.

Für uns als Internationalisten*innen bedeutet ein Erfolg von Faschisten*innen hier, auch ein Erfolg für die faschistische Ideologie weltweit. So war beispielsweise der faschistische Attentäter von Christchurch in Neuseeland mit „Blood & Honor“ und anderen rechten Strukturen vernetzt.

Aber auch in Deutschland lassen sich internationale Vernetzungen von Faschisten*innen beobachten. Immer wieder sind internationale Neonazis bei Demonstrationen hierzulande zu beobachten, so zum Beispiel beim TDDZ 2016 in Dortmund. Weiterhin kooperieren und vernetzen sich deutsche Neonazistrukturen auch immer mehr mit den „Grauen Wölfen“. Diese türkischen Faschisten, deren offizielle Mitgliederzahl in Deutschland auf ca. 18.000 Personen beziffert wird, sind mittlerweile die größte faschistische ausländische Organisation in Deutschland und hat damit dreimal so viele Mitglieder wie die NPD. Diese wiederum propagiert – genau wie „die Rechte“ und der „III. Weg“ – eine „traditionelle Kameradschaft“ mit den „Grauen Wölfen“, welche bis in die NS-Zeit zurück reicht.

Auch wenn die „Grauen Wölfe“ hierzulande kaum in Erscheinung getreten sind, sind sie auch für die Linke in Deutschland eine Bedrohung. Ihre politische Partei, die MHP, regiert seit letztem Jahr zusammen mit der AKP in der Türkei. Erdogan versucht seitdem die MHP Salon fähig in Europa und vor allem in Deutschland zu machen. Dadurch kam es vergangenen Sommer beim NATO-Gipfel in Brüssel zu der Situation, dass Angela Merkel den Vorsitzenden des Dachverbandes der „Grauen Wölfe“ in Europa (Avrupa Türk Konfederasyon), Cemal Çetin, die Hand schüttelte und dabei nett in die Kamera lächelte. Damit beteiligt auch sie sich an der „traditionellen Kameradschaft“: Bereits der ehemalige CSU-Vorsitzenden und bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß versprach dem MHP-Vorsitzendem 1978, „sich für ein günstiges Klima für die Grauen Wölfe in der Bundesrepublik einzusetzen“.

Wie seit Jahren zu beobachten ist, nimmt Erdogan aktiv Einfluss auf die deutsche Politik, also wird auch die MHP dies tun. Sie sitzt jetzt schon in vielen wichtigen Posten auf Länderebene und in vielen Vereinen, so z.B. bei D.I.T.I.B. .

Sich am 1.6.2019 den deutschen Faschisten*innen in Chemnitz entgegenzustellen, bedeutet sich auch der internationalen faschistischen Bewegung entgegenzustellen. Deswegen rufen wir dazu auf, alle gemeinsam den Faschisten*innen den TDDZ zu versauen. Mehr Infos bei den Genoss*innen von VETO.

Und für alle, die es am 1.6. nicht nach Chemnitz können, empfehlen wir sich der revolutionären Kintertagsdemo um 18 Uhr im Lene-Voigt-Park anzuschließen. Mehr Infos bei „Fight For Your Future“.

 

Alle zusammen gegen den Faschismus!

 

Hoch die internationale Solidarität!

 

Fight for your future!

 

 

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