Erdogan Not Welcome – Auf zur Demo nach Berlin!

Das Rojava Soli Bündnis Leipzig unterstützt den Aufruf zur Demo „Erdogan Not Welcome“:

Erdogan ist nicht willkommen!

Ein Diktator kommt nach Berlin – und wird mit allen Ehren empfangen. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan wird Ende September erneut um deutsche Unterstützung für seine Kriegspolitik bitten. Es ist abzusehen, dass auch dieses Mal Waffenverkäufe abgesegnet, Kredite zugesagt und Investitionen in der Türkei vereinbart werden. Der Besuch des deutschen Wirtschaftsministers samt 80-köpfiger Entourage Ende Oktober in der Türkei passt da ins Bild. Der Besuch Erdoğans in Berlin wird Anlass zum Protest für all diejenigen sein, die sich in Deutschland und der Türkei für Demokratie, Freiheit und Frieden einsetzen.

Die Liste der Verbrechen des Erdoğan-Regimes ist lang. Heute sitzen tausende HDP-Mitglieder in der Türkei in Haft, gemeinsam mit hunderten Journalistinnen und Journalisten sowie zehntausenden anderen politischen Aktivistinnen und Aktivisten. Im Südosten der Türkei werden tagtäglich Ausgangssperren verhängt, Kundgebungen oder Demonstrationen verboten und Militäroperationen durchgeführt. Hunderttausende Menschen befinden sich vor den andauernden Militäroperationen auf der Flucht. Städte wie Nisêbîn oder Cizîr sind größtenteils zerstört. Auch die Bevölkerung Nordsyriens und des Nordiraks leidet unter der diktatorischen Politik Erdoğans. In beiden Nachbarländern führt die türkische Armee Besatzungsoperationen durch. Der Krieg in Afrin aber auch die tagtäglichen Angriffe der türkischen Armee auf den Nordirak sind die jüngsten Beispiele dafür.

Auch hier in Deutschland leiden wir unter der diktatorischen Politik Erdoğans. Der türkische Geheimdienst MIT bedroht hier zu Lande politische Aktivistinnen und Aktivisten mit dem Tod. Die DITIB verbreitet in ihren knapp 1000 Moscheen nationalistische Kriegspropaganda und schreckt dabei selbst vor der Indoktrinierung von Kindern nicht zurück. Der Lobbyverband UETD stellt Kontakte zwischen der AKP-Regierung und kriminellen Banden wie der Osmanen Germania her, die offen mit Gewalt gegen Kritikerinnen und Kritiker des Erdogan-Regimes in Deutschland drohen. All dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass die deutsche Bundesregierung die repressive Politik des türkischen Regimes billigt bzw. unterstützt. Sie beteiligt sich damit direkt am Angriff auf Menschen, die sich für die Demokratie einsetzen. Ob in der Türkei oder hier in Deutschland. Unseren Protest gegen den patriarchalen Herrscher Erdoğan verstehen wir damit auch als Protest gegen den zunehmenden Rechtsruck hier in Deutschland.

Am 28. und 29. September werden wir als Demokratinnen und Demokraten unserem Protest gegen den Staatsbesuch des Diktators Erdoğans Ausdruck verleihen. Wir akzeptieren nicht, dass die deutsche Bundesregierung in unserem Namen einen Diktator willkommen heißt und seine Politik damit legitimiert. Das wollen und können wir nicht mit unserem Gewissen vereinbaren. Wir werden Erdoğan und der deutschen Bundesregierung Ende September zeigen, dass Diktatoren ihren Tee nicht in Berlin, sondern vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag trinken. Wir laden alle Demokratinnen und Demokraten in Deutschland ein, Ende September mit uns auf die Straße zu gehen. Der Diktator Erdoğan und seine Freunde in der deutschen Bundesregierung werden von uns allen klar und deutlich zu hören bekommen: Ticket nach Den Haag statt Tee in Berlin!

Aufruf zur Demonstration am 2. Juni 2018, 14 Uhr in Leipzig

5 Themen – 5 Blöcke – 1 Ziel: Gesellschaftlichen Umbau wagen!

In Rojava ist es in den letzten Jahren inmitten von Krieg und somit unter schwersten Bedingungen gelungen, ein grundlegend anderes Gesellschaftssystem aufzubauen. Eines, das den Religionen und Ethnien der Region ein friedliches Zusammenleben ermöglicht. Eines, das den Menschen dort die Chance auf Selbstbestimmung und ein freies Leben ermöglicht. Demokratie in allen Lebensbereichen, Frauenbefreiung und Ökologie sind die Grundpfeiler dieser Revolution.

Doch dieses Zusammenleben wird angegriffen, wie zuletzt durch den Angriffskrieg gegen Afrin, welcher sich vermutlich auf andere Teile Rojavas ausweiten wird. Es ist das erklärte Ziel der AKP-Regierung die “Kurdenfrage” durch deren Unterwerfung zu lösen, auch mit deutschen Waffen.

In Nordsyrien werden Ideen erprobt, die auch für unser Engagement von sehr großer Bedeutung sind, Ideen die uns inspirieren und uns Hoffnung geben: Denn unsere Arbeit muss langfristig die gesellschaftliche Emanzipation zum Ziel haben.

Frauenbefreiung | Start: Torgauer Platz, 14 Uhr

In Afrin sowie in den anderen Regionen Rojavas wurden über die Jahre hinweg Strukturen aufgebaut, welche es Frauen ermöglicht haben, sich in jedem Lebensbereich autonom zu organisieren. Sie treffen ihre eigenen Entscheidungen und richten sich gemeinsam gegen jede patriarchale Logik und Unterdrückung. In den westlichen Medien erfolgte, wenn überhaupt, ausschließlich eine Berichterstattung über die gegen den Islamischen Staat kämpfenden Frauen. Dass dieser Kampf jedoch auch innerhalb der Gesellschaft durch Bildung und und den Aufbau von Frauenräten geführt wird, bleibt unerwähnt. Ebenso wird schlichtweg ignoriert, dass eben jene Frauen, die zuvor noch als Anti-IS-Kämpferinnen glorifiziert wurden, nun von Erdogans Truppen und seinen islamistischen Verbündeten vernichtet werden sollen. Seit dem Einmarsch des türkischen Militärs in Afrin sind zudem zahlreiche Frauen und Mädchen aus der Zivilbevölkerung spurlos verschwunden.

Ökologie | Start: Bayrischer Bahnhof, 14 Uhr

Auch in den Regionen Nordsyriens wurde längst erkannt, dass die ökologische Uhr tickt. In Rojava wird sich gegen die kapitalistische Produktionsweise gewandt, da diese verantwortlich ist für die Zerstörung des Planeten, für die Verpestung der Luft und der Gewässer, für das Massensterben von Tieren und Pflanzen, für den katastrophalen Klimawandel. Zwar geht es kurzfristig um Naturschutz und Schadensbegrenzung, doch das Ziel der Revolution ist die Wiederherstellung des aus dem Gleichgewicht geratenen Verhältnisses zwischen Natur und Mensch. Denn die Natur ist es, welche unsere Lebensgrundlage bildet und nicht der Profit, der aus der Ausbeutung unserer Umwelt geschlagen wird. Der Krieg, der gegen Rojava geführt wird, zerstört all das, wovon die Menschen vor Ort gelebt haben – die Olivenbäume in Afrin sind bedroht, so viel Grün scheint durch das Bombardement einfach verschwunden zu sein und eine uralte Stadt mit vielen Kulturgütern soll nun geflutet werden.

Internationalismus | Start: Rabet, 14 Uhr

Der Konflikt, der sich in Afrin und Rojava abspielt, hat seine Wurzeln in einer imperialistischen, kapitalistischen Ökonomie.Also einer die vor allem auf Profite und Absatzmärkte sowie günstige Ressourcen ausgerichtet ist. Auch deutsche Firmen handeln dieser Logik folgend: Einerseits durch Waffenexporte, wie beispielsweise des Leopardpanzers, welchen die türkische Armee für ihre Bodenangriffe in Afrin nutzt. Aber auch dadurch, dass der Widerstand der in Deutschland lebenden Kurd*innen durch Paragraph 129a und 129b (“Bildung terroristischer Vereinigungen / im Ausland”) kriminalisiert wird und der deutsche Geheimdienst und die Polizei als verlängerter Arm von Erdogan dienen. Gegner des türkischen Regimes werden rigoros weggesperrt, kurdische Kulturvereine stehen unter permanenter Beobachtung. So wurden alle Bücher des Mesopotamienverlags beschlagnahmt, welcher Romane und Biografien über kurdische Widerständler veröffentlicht, die kurdische Geschichte aufarbeitet und die Idee des Demokratischen Konföderalismus erklärt. Unsere kurdischen Freund*innen sind hier massiver Repression ausgesetzt, weswegen wir uns in der Verantwortung sehen, uns mit ihnen über alle Grenzen hinweg zu solidarisieren – mit allen in Rojava – mit allen, die hier Widerstand leisten – mit allen, weltweit.

Antirassismus und Flucht | Start: Südplatz, 14 Uhr

Zahlreiche Menschen haben in den sieben Jahren syrischen Bürgerkriegs in der demokratischen Föderation Nordsyrien Zuflucht gesucht. Die dortige Selbstverwaltung zeigt eine Alternative zur europäischen Abschottungspolitik im Umgang mit flüchtenden Menschen auf. Geflüchtete haben von Beginn an volle politische Teilhabe und können so an der Gestaltung des multi-ethnischen und multi-religiösen Zusammenlebens mitwirken. Nun löst der Krieg Erdogans neu

e Massenfluchtbewegungen der Menschen in den angegriffenen Gebieten aus. Menschen, die beispielsweise aus Afrin vertrieben werden, haben in Deutschland allerdings schlechte Chancen auf Asyl. Denn die deutsche Regierung und ihre Behörden agieren in der „Kurdenfrage“ schon seit Jahrzehnten als verlängerter Arm der Türkei. Das PKK-Verbot dient allein dem Zweck, Kurd*in sein mit Terrorist*in sein gleichzusetzen. Diese rassistische Praxis stellt somit alle Kurd*innen unter Generalverdacht. Durch diese massive Kriminalisierung wird verhindert, dass genau die Menschen, die durch Erdogans faschistische Ideologie politisch verfolgt werden, deren Häuser mithilfe deutscher Technologien und Rüstungsgüter zerstört wurden, hier in Sicherheit leben können.

Frieden und Antimilitarismus | Start: Bayrischer Bahnhof, 14 Uhr

Afrin, der westliche Kanton von Rojava, war bis zum 20.01.2018, laut UN Aussage, der sicherste und friedlichste Ort in ganz Syrien. Denn seit nun bereits 5 Jahren wird durch das Modell des „Demokratischen Konföderalismus“ versucht, den permanenten Krieg in einen stabilen Frieden umzuwandeln. Es wurde geschafft, Schritt für Schritt wieder in den Alltag überzugehen und durch die gesellschaftliche Umgestaltung Frieden zwischen den verschiedenen Volksgruppen und Religionen zu schaffen.
Dieses neue Gesellschaftsmodell bietet der ganzen Region eine neue Perspektive und eine Möglichkeit aus alten Rivalitäten, Feindschaften und Glaubenskonflikten auszubrechen und diese zu überwinden. Doch seit dem 20.01.2018 wurden vom türkischen Militär und djihadistischen Truppen über 600 Zivilisten getötet und über 1000 verletzt. Bei diesem Krieg profitiert Deutschland durch den Waffenhandel mit Erdogan und ist somit Kriegspartei.

Für eine Ende des Krieges – für den Frieden in Rojava, Nordsyrien

All diese Werte, all das, wofür Menschen jahrelang gekämpft haben, wird ohne den Hauch eines schlechten Gewissens zerstört und Deutschland macht mit. Der Großteil der internationalen Gemeinschaft schweigt und schaut zu, wie genau diejenigen ermordet und vertrieben werden, welche zuvor noch gut genug dafür waren, gegen den Islamischen Staat zu kämpfen.

Diese erbärmliche und menschenverachtende Haltung der Bundesregierung sowie aller Kriegsprofiteure gegenüber dem Krieg gegen die Kurd*innen erfordert eine gemeinsame und entschlossene Antwort. Unsere Antwort lautet Widerstand. Wir werden nicht aufgeben, bis diese Ungerechtigkeiten ein Ende finden,
deshalb fordern wir von den Verantwortlichen:

• Die Anerkennung Rojavas als autonome Selbstverwaltung.
• Die öffentliche Berichterstattung über die Revolution als eine Frauenrevolution.
• Die Anerkennung der Selbstverteidigunseinheiten YPJ/YPG als Partner*in im Kampf gegen den IS und damit Unterstützung der YPJ/YPG gegen die Aggression der Türkei.
• Eine kritische Berichterstattung über den türkischen Angriffskrieg und den anstehenden Besuch Erdogans in Berlin.
• Eine klare Positionierung der Bundesregierung und ein öffentliches Eingeständnis der eigenen Veratnwortung.
• Einen Stop deutscher Waffenexporteorte – insbesondere an die Türkei.
• Die Schließung aller Waffenfabriken von Heckler&Koch in der Türkei.
• Ein sofortiges Ende der EU-Beitrittsgespräche mit der, von Erdogans AKP regierten Türkei.
• Die sofortige Beendigung aller 129b Verfahren gegen Kurd*innen und den entsprechenden Organisationen, inklusive dem Mesopotamienverlag.
• Die sofortige Freilassung der gefangenen kurdischen Aktivist*innen.
• Ein Ende der Inhaftierung Abdullah Öcalans.
• Ein Ende der ewigen Verbote von Fahnen und Flaggen, darunter auch das Bild von Abdullah Öcalan.

 

Hier könnt ihr den Offenen Brief runterladen. Um den offenen Brief als Gruppe, Initiative oder Einzelperson zu unterschreiben, bitte einen Kommentar posten.

 

Demoankündigung: Sa. 21.04. Freiheit für Afrin! Türkische Besatzer raus aus Afrin und Nordsyrien!

Demo: Freiheit für Afrin! Türkische Besatzer raus aus Afrin und Nordsyrien!
Sa. 21.04. 13 Uhr, Rabet, Leipzig

Am 21.04. findet Protest gegen die türkische Besatzung Afrins und Teilen Nordsyriens in Leipzig statt!

Die türkische Armee hat am 20. Januar begonnen völkerrechtswidrig und kolonialistisch Afrin anzugreifen, um eine Selbstorganisierung der kurdischen Gesellschaft jenseits von Nationalstaaten an der türkischen Landesgrenze zu zerschlagen.
Nach 8 Wochen erfolgreichen Widerstand der Selbstverteidigungseinheiten der YPG und YPJ gegen die türkische Armee, die 2. größte NATO Streitkraft wurde schließlich die Region besetzt.
Die Errungenschaft der kurdischen Gesellschaft in dieser Region Sicherheit und Demokratie über rund 6 Jahre andauernden Krieg in Syrien zu schützen und auch einen Ort der Sicherheit für Menschen aus anderen Teilen Syriens zu bieten, wurde damit in dieser Region nun verhindert.
Neben hunderten Toten verloren mehr als 150.000 Menschen alles und befinden sich seitdem auf der Flucht.
Rojava zu verteidigen bedeutet hier auch eine Perspektive für Frieden in ganz Syrien zu verteidigen!

Die Besatzung wurde auch mittels deutscher Waffen vollzogen und mit Geldern ermöglicht, die den islamistischen Verbündeten, welche als Partner bei der türkischen Kolonialverwaltung auftritt, durch die deutsche Bundesregierung gegeben wurden.
Förderungen von mehr als 5 Millionen Euro durch die Bundesregierung gingen bereits an den „Syrischen Nationalrat“.
Darüber hinaus unterstützte die deutsche Bundesregierung die Organisation „Weißhelme“ mit Millionenbeträgen. Die „Weißhelme“ treten als als ziviler Partner des „Syrischen Nationalrats“ auf und manifestieren durch ihre Arbeit die Besatzung Afrins.

Daher fordern wird:
Freiheit für Afrin und Nordsyrien!
Türkische Besatzer raus!
Ein Stopp für Waffen und Geld an die Besatzer!

Nachbetrachtung zur Aktion „Waffen für Erdogan“ mit Performance vom 31.03.

Nachbetrachtung zur Aktion „Waffen für Erdogan“ mit Performance vom 31.03.

Am Ostersamstag wurden ab 15 Uhr in der Leipziger Innenstadt in der Petersstraße mit einer Werkbank, diversem Werkzeug, einem großen „Waffen für Erdogan“-Schild und jeder Menge Holz, Waffen für Erdogans Morden in Afrin hergestellt. Die Aktion verweist zynisch auf die menschenfeindlichen Ereignisse und die deutsche „Patenschaft“ hierbei – noch über die ersten fünfeinhalb Wochen von Erdogans „Operation Olivenzweig“ hinweg, fanden deutsche Waffenlieferungen statt. Um über diese Verhältnisse und die Verklärung von Rojava im Allgemeinen ins Gespräch zu kommen, wurden alle Vorbeilaufenden eingeladen spontan mitzubauen und sich inhaltlich auseinanderzusetzen. Der polarisierende Titel der Aktion war dabei durchaus hilfreich, der Stand bekam stets Aufmerksamkeit.

Um 16 Uhr und 17.30 Uhr fanden dann die Performances statt, bei denen die gebauten Holzwaffen schließlich zum Einsatz kamen: Begleitet von Militärtrommeln wurde eine Gruppe von Opfern von einer Gruppe bewaffneter Soldaten durch die Straßen getrieben, bis hin zum Aktionsort in der Petersstraße. Dort fand inmitten des Ostertrubels die aufgereihte Erschiessung der Opfer statt. Doch nicht nur die Menschen wurden hingerichtet, mit ihnen auch die Werte und die Idee, für die Afrin und ganz Rojava stehen und welche die Opfer auf großen Schildern während der Performance symbolisch vor sich trugen.

Die Aktion „Waffen für Erdogan“ soll zur Aufklärung der Debatte beitragen und ein solidarisches Zeichen setzen – für Afrin und ganz Rojava!

Eindruck von der Demonstration „Freiheit für Afrin“ am 24.03. mit 700 Teilnehmer_Innen

Die Solidaritäts-Demonstration „Freiheit für Afrin“ fand am gestrigen Samstag, dem 24.03. erfolgreich mit 700 Teilnehmer_Innen statt.

Damit stellt die Demonstration auch die bisher größte in Leipzig durchgeführte Solidaritätsbekundung mit der Bevölkerung Kurdistans und Rojavas der letzten Jahre dar. Es wurde ein breiter gesellschaftlicher Protest gegen die andauernde Besatzung und Solidarität mit der Bevölkerung erreicht.
Angekündigt war die Demonstration um 13:30 Uhr am Willy-Brandt-Platz und begann nach der Startkundgebung mit mehreren Redebeiträgen, u.a. der linken Gewerkschaft „IWW“ und der solidarischen Gruppe Diem25 gegen 14:15 Uhr.
Der Demonstrationszug, der von einer widerständischen Samba-Gruppe begleitet wurde, zog lebendig und unter großer Zustimmung der Bevölkerung über den Markt durch die Innenstadt.
Dabei wurde durch einzelne Redesequenzen auf die Situation in Afrin und Rojava, aber auch der türkischen Aggressionspolitik im speziellen aufmerksam gemacht.

Am kleinen Wilhelm-Leuschner-Platz fand daraufhin die erste Zwischenkundgebung statt, bei der durch weitere Redebeiträge, u.a. von der Gruppe Frieda auf die Situation aufmerksam gemacht wurde. Daraufhin ging es über den Peterssteinweg entlang in die Südvorstadt, wo auf Höhe des LVZ Gebäudes eine zweite Zwischenkundgebung stattfand. Auch hier wurde mit mehreren Redebeiträgen auf die Situation in Afrin und Rojava aufmerksam gemacht. Die LVZ, die zuvor nicht bei der Demonstration präsent war, bekam dann auch eine Möglichkeit aus den Fenstern des Gebäudes ein paar Bilder zu machen und Eindrücke zu sammeln.
Die Bevölkerung in der Südvorstadt reagierte ebenso wie zuvor in der Innenstadt aufgeschlossen und solidarisch mit der Demonstration.

Am Südplatz fand gegen kurz vor 16 Uhr die Abschlusskundgebung statt, bei der sich die Linke solidarisch mit einem Redebeitrag beteiligte. Im Anschluss fand noch ein gemeinsames Govend-Tanzen der verbliebenen Teilnehmer_Innen statt.

Danke für die Unterstützung!
Freiheit für Afrin, Solidarität mit Rojava!

Demo 24.03.: Aus der Forderung nach Frieden wächst die Forderung nach Freiheit

Demo 24.03. Leipzig:
Aus der Forderung nach Frieden wächst die Forderung nach Freiheit!

Nach über 8 Wochen Verteidigung der Region Afrin, wurde auch Afrin Stadt nun am Samstag dem 17.03. durch die türkische Armee besetzt. Die Verteidigungskräfte der YPG und YPJ sicherte und organisierte die Flucht des größten Teils der noch verblieben Bevölkerung, um sie vor Verbrechen zu schützen.
Die mehreren hunderttausend Einwohner haben nun alles verloren und leben nun in Flüchtlingslagern in anderen Regionen, während die einmarschierende türkische Armee und ihre islamistischen Verbündeten direkt nach der Einnahme willkürliche Plünderung und Zerstörung des Besitzes der Einwohner fortgesetzt und willkürlich verbliebene Zivilbevölkerung festgenommen und die Schändung von Stätten der religiösen Minderheit der Ezid_Innen durchgeführt hat.

Deutschlands ist Mittäter durch Waffenlieferungen, aber auch durch Informationen durch die AWACS Aufklärungsflugzeuge, die unter deutschem Kommando innerhalb der NATO Strukturen eingesetzt werden und die zur Bomberdierung ziviler Ziele genutzt wurden. Dazu kommen Ausbildungen türkischer Soldaten in deutschen Offiziersschulen, bei der das strategische Vorgehen gelehrt wird, das jetzt in Afrin umgesetzt wurde.

Aus diesen Ereignissen stellen wir die Forderung nach „Freiheit“ für die betroffene Bevölkerung Afrins in den Vordergrund. Frieden in der Region kann es nur durch die Freiheit der Bevölkerung in dieser Region geben!

Die Demonstration wird am 24.04. um 13:30 am Willy-Brandt-Platz beginnen und durch die Innenstadt entlang des LVZ Gebäudes in die Südvorstadt laufen.

Freiheit für Afrin!
Solidarität mit Rojava!

Demo: Frieden für Afrin! Sa. 24.03. 13:30 Uhr

Demo:
FRIEDEN FÜR AFRIN! – Solidarität mit Rojava!

Sa., 24.03.2018, 13:30 Uhr, Willy-Brandt-Platz

Seit fast 8 Wochen führt die Türkei mit seiner zweitgrößten
NATO-Armee Krieg gegen die Region Afrin der kurdischen Selbstverwaltung
in Nordsyrien. Afrin blieb von der Zerstörung des Krieges in Syrien 2011 bis zum Angriff des NATO Staates Türkei am 20.01.2018 vom Krieg weites gehend verschont. Die kurdischen Verteidigungskräfte sicherten die Region und stellten eine Sicherung der Infrastruktur und der Lebensgrundlage der Menschen sicher. Deshalb flohen auch hunderttausende Syrer_Innen aus anderen Teilen des Landes nach Afrin, um in Sicherheit leben zu können.
Dadurch wuchs Afrin von seinen knapp 400.000 Einwohnern vor Kriegsbeginn auf über eine Million Menschen an. Afrin stellte nicht nur Frieden sicher, sondern symbolisierte auch unter der kurdischen Selbstverwaltung ein friedliches Miteinander verschiedener Völker und Religionen.

Das soll der Türkei und ihren islamistischen Verbündeten nach beendet werden.
Nahezu 200 Dörfer wurden seit den Angriffen besetzt, die Infrastruktur und Lebensgrundlage der meisten Menschen zerstört, hunderttausende Einwohner
vertrieben und hunderte Zivilist_Innen getötet.

Nun steht die Hauptstadt der Region kurz vor türkischer Belagerung.
In der Stadt und seinem noch freien Umland befinden sich mehr als 500.000 Menschen.
Die Wasserversorgung wurde durch türkische Bombardements bereits schwer beschädigt. Die Verkehrswege in den Raum sind bereits für Lieferungen zur Grundversorgung stark eingeschränkt.
Eine humanitäre Katastrophe ist abzusehen!

Wir fordern:
Ein Ende für Waffenlieferungen und Finanzierungen der Türkei!
Solidarität mit Afrin und der Selbstverwaltung in Rojava und Nordsyrien!
Unterstützung für die Betroffenen aus Afrin!

Stoppt den Krieg!

Frieden für Afrin!

Eindruck zur Veranstaltung „MittwochsATTACke“, 28.02. zum Thema Afrin und Rojava

Am 28.02. organisierte ATTAC Leipzig eine Informations- und Dikussionsveranstaltung zum türkischen Angriff auf Afrin/Rojava unter dem Titel „Rojava und Afrin – Das Spannungsfeld Türkei-Syrien“.

Fast 60 Personen kamen, womit die 60 Plätze des Raumes in der Schaubühne fast komplett belegt waren.
Auf den 3/4 stündigen Vortrag folgte noch eine 3/4 stündige, interessante Diskussion zwischen den VeranstaltungsteilnehmerInnen und dem Referenten.

ATTAC unterstützt ein Stopp für Waffenlieferungen an die Türkei und grundsätzlich.

Unterstützt die FreundInnen!

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